Schilddrüsenkarzinom

Ein relevantes Schilddrüsenkarzinom ist selten. 60-80% aller Schilddrüsenkarzinome sind papillär, 15-20% follikulär, ca. 5% medullär und <2% anaplastisch. Papilläre und follikuläre Karzinome haben im frühen Stadium eine gute Prognose, ähnliches gilt für medulläre, jedoch nicht für anaplastische.
Medulläre Karzinome können durch den im Blut nachweisbaren Calcitonin-Spiegel frühzeitig entdeckt werden. In 50% der Fälle liegt hier eine erbliche Verlagerung vor, die einer genetisch weiterführenden Untersuchung bedarf.
Bei einem Karzinomnachweis muss operiert werden. Im Falle eines papillären oder follikulären Karzinoms schließt sich eine Radiojodtherapie an. Da medulläre oder anaplastische Schilddrüsenkarzinome kein Jod speichern können, ist hier eine Radiojodtherapie nicht möglich. Chemotherapien stellen derzeit mit unterschiedlicher Effektivität eine weitere Therapieoption dar.

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