Hashimoto Erkrankung

Die Hashimoto-Erkrankung ist eine chronische Entzündung der Schilddrüse und formell eine Autoimmunerkrankung. Hierbei bildet das Immunsystem so genannte Antikörper (TPO-Ak und TG-Ak), welche sich gegen die Schilddrüse richten. In der Folge kann eine Unterfunktion entstehen. Bis zu 20% der Bevölkerung können gering erhöhte TPO- und TG-Ak haben, die keine klinische Relevanz haben. Frauen sind von der Hashimoto-Erkrankung häufiger betroffen.
Die klinischen Symptome der Hashimoto-Erkrankung sind wie der der Unterfunktion: Müdigkeit, frieren, Gewichtszunahme, Antriebsarmut, Verstopfungsneigung, Gewichtszunahme als auch depressive Störungen. Hinzu kann bei der Hashimoto-Erkrankung ein Druckgefühl im Halsbereich entstehen, welches Monate selten jedoch Jahre anhalten kann.
Diagnostiziert wird die Hashimoto-Erkrankung durch die häufig vorliegenden typischen Ultraschallbilder und dem Nachweis der Antikörper (TPO- und TG-Ak). In ca. 10-15% kann eine Hashimoto-Erkrankung auch ohne den Nachweis erhöhter Antikörper auftreten. Eine Szintigraphie ist hier nicht erforderlich.

Die Hashimoto-Erkrankung ist in seltenen Fällen mit einer Mehrdrüsenerkrankung (Autoimmunes Polyglanduläres Syndrom) vergesellschaftet. Hierbei kann eine Nebennierenrindenunterfunktion (Morbus Addison), eine Nebenschilddrüsenunterfunktion (Hypoparathyreoidismus), eine Weißfleckenerkrankung (Vitiligo) oder eine Zuckerkrankheit (Typ-1 Diabetes mellitus) entstehen.
Therapiert wird die Hashimoto-Erkrankung wie die einer Schilddrüsenunterfunktion durch die Gabe von Schilddrüsenhormonen, jedoch ohne Jodid-Gabe. Letztere ist nur im Falle einer Schwangerschaft und Stillzeit erforderlich. Es liegen unterschiedliche Daten zur Wirksamkeit von Selen vor. Selen kann im Anfangsstadium einen Abfall der erhöhten Antikörper bewirken und die Entwicklung einer Unterfunktion verhindern bzw. hinauszögern.

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